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Kompakt und verständlich geschriebene Darstellung der Geschichte Österreichs des 16. und 17. Jahrhunderts. (GE) Das 16. und 17. Jahrhundert, also jene Epoche, der sich der nun vorliegende 3. Band der "Geschichte Österreichs" zuwendet, waren für die Entwicklung Österreichs zur europäischen Großmacht von großer Bedeutung: Einerseits weiteten die Habsburger durch eine geschickte Außen-/Heiratspolitik ihren Einfluss in Europa enorm aus, während sie andererseits im Inneren durch den Ausbau des landesfürstlichen Hofes und die Schaffung von Zentralbehörden den Grundstein für eine absolutistische Regierungsform mit einer strikten Sozialdisziplinierung der Bevölkerung legten. In diese Zeit fällt auch das Aufkommen und die Blüte des Protestantismus sowie die daraus resultierenden konfessionellen Auseinandersetzungen, eine Reihe von Bauernaufständen und nicht zuletzt die permanente Türkengefahr. Wegen der Fülle der Ereignisse beschränkt sich die Autorin darauf, kompakt, anschaulich und auch für Laien verständlich - zudem unterstützt von gut ausgewählten Bilddokumenten - einen Überblick über die komplexen historischen Sachverhalte dieser Epoche zu geben, während sie ausgewählte Themenbereiche etwas gründlicher behandelt: So den Humanismus in Österreich, das Wiener Neustädter Blutgericht, die Schaffung einer Militärgrenze im Südosten der Monarchie, das neue Weltbild des Johannes Kepler, den Bauernkrieg in Oberösterreich von 1626 und den Hexenwahn in der Steiermark. Eine Zeittafel und Hinweise auf weiterführende Literatur runden diesen für den historisch interessierten Laien empfehlenswerten Band ab. *bn* Karl Krendl |